LATEINISCHER LEKTÜREUNTERRICHT

Der derzeit gültige Oberstufenlehrplan sieht erstmals nicht mehr die Lektüre eines Autors durch mehrere Wochen oder Monate vor, sondern ist thematisch gegliedert (nach sogenannten Modulen).Die Lateinlehrerinnen und –lehrer des Gymnasiums Fichtnergasse haben sich dabei auf die folgende Klassenzuordnung geeinigt:

 A. Sechsjähriges Latein:

5.Klasse:

  • „Gestalten & Persönlichkeiten aus Mythologie & Geschichte“ (verpflichtendes Einstiegsmodul)
  • „Begegnung und Umgang mit dem Fremden“
  • „Eros & Amor“ (im 2.Semester)
  • „Austria Latina“

 6.Klasse:

  • „Der Mensch in seinem Alltag“ (im 1.Semester)
  • „Herkunft, Idee und Bedeutung Europas“- Dieses Lehrplanmodul ist als Projektmodul vorgesehen (Portfolio „Leben­dige Antike“ ), eventuell – stattdessen – auch das folgende:
  • „Der Mythos & seine Wirkung“
  • „Witz, Spott, Ironie“
  • „Politik & Gesellschaft“
  • „Rhetorik, Propaganda, Mani­pulation“
  • „Rezeption in Sprache & Literatur“ (als Projektmodul,  im 2.Semester)

 8.Klasse:

  • „Suche nach Sinn & Glück“
  • „`Religio´“
  • „Fachsprachen & Fachtexte“

B. Vierjähriges Latein:

In der sechsten Klasse, wie bei den „Langlateiner/inne/n“, Erstellen eines Portfolios („Lebendige Antike“).

Bereits am Ende der 6.Klasse sollen Originaltexte gelesen werden:

  • entweder: „Gestalten aus Mythologie, Legende & Geschichte“
  • „Der Mensch in seinem Alltag“

7.Klasse:

  • „Heiteres & Hintergründiges“
  • „Politik und Rhetorik“
  • „Liebe, Lust & Leidenschaft“
  • „Latein & Europa“ als Projektmodul

8.Klasse:

  • „Formen der Lebensbewältigung“
  • „Mythos & Rezeption“
  • „Fachsprachen & Fachtexte“

 Neue Reifeprüfung

Liebe Schülerinnen und Schüler!

FÜRCHTET EUCH NICHT vor der standardisierten kompetenzorientierten schriftlichen Reifeprüfung!

Es besteht kein Grund dazu! Das meine ich bewusst so, da ich bereits zum zweiten Mal mit Schülerinnen ohne Probleme teilgenommen habe.

Wenn ihr die Lateinschularbeiten in der Oberstufe ohne weiteres bewerkstelligt habt, werdet ihr auch diese letzte unbekannte Hürde problemlos meistern. Obwohl die Übersetzungstexte nun gerne aus dem Mittelalter stammen, bieten sie meistens keine so großen Schwierigkeiten, weil ihr von „Kindesbeinen“ an im Unterricht auf Genauigkeit in der gesamten Grammatik und auf korrektes Deutsch getrimmt werdet.

Die Tatsache, dass ihr in beiden Teilen (= Übersetzungstext: ÜT + Interpretationstext: IT) der Arbeit jeweils mindestens 50% der Punkteanzahl erreichen müsst, ist wohl neu und ein kleiner „Hemmschuh“, der aber mit entsprechendem oftmaligen Üben im Unterricht gewiss ebenso gut zu bewältigen ist.

Habt Mut, euch neuen und (auch euren Lehrkräften) unbekannten Aufgaben zu stellen, wie ihr dies nach eurer Schullaufbahn auf Schritt und Tritt erleben werdet!

Ich ermutige euch in Latein „auf zu neuen Ufern“! Auch wenn ich auch nicht mit allem, was die neue Art der Matura mit sich bringt, einverstanden bin und sie komplett gut heiße, möchte ich eure Unsicherheiten aus dem Weg räumen!

Alles Gute

Prof. Waditschatka