Der katholische Religionsunterricht am BG Fichtnergasse

  • An unserer Schule unterrichten derzeit drei katholische Religionslehrer: Prof. Roland Marschner, Prof. Bernhard Munsa und Prof. Michael Scherzer.
  • In allen 24 Klassen findet katholischer Religionsunterricht statt (insgesamt 42 Stunden).
  • Im Schuljahr 2014/15 nehmen insgesamt 281 Schüler/innen am katholischen Religionsunterricht teil.
  • Der Anfang und das Ende eines Schuljahres werden mit einem Ökumenischen Gottesdienst gefeiert; vor Weihnachten und vor Ostern findet ein katholischer Gottesdienst statt.
  • Außer den römisch-katholischen Schülern/innen sind auch alle Schüler/innen „ohne religiöses Bekenntnis“ herzlich eingeladen, den Religionsunterricht als Freifach zu besuchen.
  • In der 6.-8. Klasse wird außerdem das Wahlpflichtfach Religion angeboten.
  • Sowohl das Hauptfach Religion als auch das Wahlpflichtfach können zur mündlichen Reifeprüfung gewählt werden.

Worum geht es im Religionsunterricht?

  • Den großen Fragen auf der Spur bleiben: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wer bin ich?
  • Den christlichen Wurzeln Europas begegnen.
  • Zugang zu den Quellen des Glaubens finden.
  • Die Religionen der Welt kennenlernen.
  • Mensch und Gemeinschaft: sich selbst und andere annehmen.
  • Sich ethischen Fragen und Herausforderungen stellen.
  • Sich engagieren: Sozial- und Hilfsprojekte…

Aktuelles

In einer Religionsstunde im Jänner dieses Jahres stellte uns (der 4A) Herr Professor Marschner die Frage:
Was wäre, wenn Jesus heute käme?

Sofort stellte sich mir die nächste Frage: WIE?
Wie würde Jesus kommen? Würde er so kommen, wie er schon mal gekommen ist, als Einer von uns, der eine wunderschöne Idee hat und sie verbreiten will? Oder käme er als ein Mann der Vollstreckung? Mit einem indiskutablen Auftrag?! Käme er gar, um zu selektieren?
Hast du nach den 10 Geboten gelebt?
Hast du immer und unaufhörlich geglaubt?
Und was, wenn wir nicht nach den 10 Geboten gelebt haben? Und was, wenn es dazwischen Grauschattierungen gab?
Trotz der vielen Fragen, die Jesus´ “Wiederkehr“  aufwerfen würde, will ich diese für mich schöne Geschichte weiterspinnen. Ich will mir vorstellen, was geschehen würde.
Also: Jesus kommt auf die Erde, in unsere Welt, so wie ich jetzt in ihr lebe, wie sie sich mir darstellt, jeden Tag, wenn ich aufstehe, in die Schule gehe, träume… Ich wäre verwirrt!
Zuerst würde man ihn nicht wirklich wahrnehmen. Irgendwann würde man ihn in der Zeitung darstellen, darauffolgend  würden sich viele „wichtige“ und „unwichtige“ Menschen zu Wort melden.
Die Politik würde ihn vielleicht belächeln, ihn in die eine oder andere Rede einflechten, um die wenig realistische Handlungsweise der anderen Partei zu beschreiben. Die Zeitungen würden sich später intensiv auf ihn stürzen, eine willkommene Abwechslung! Die Kirche würde hellhörig werden, was maßt dieser Mensch sich an?!
Jesus würde alles über sich ergehen lassen, denn Gewalt ist seine Sache nicht. Ich glaube sogar, dass Jesus mit viel Geduld und nach viel vergangener Zeit in seiner Sache von großem Erfolg gekrönt würde, weil wir in einer Zeit leben, die so dringend Hoffnung braucht.
Hoffnung darauf, dass wir unsere Erde nicht durch Ausbeutung  umbringen. Darauf, dass wir einander nicht mit Terroranschlägen ausrotten. Darauf, dass uns Ebola nicht dahinrafft. Darauf, dass keiner der Militärmänner mit den vielen Orden auf der Brust eine Bombe als die beste Lösung erachtet. Darauf, dass man erkennt, dass Obdachlose nicht nur das Stadtbild stören. Darauf, dass Tiere Lebewesen sein dürfen. Darauf, dass wir, und jetzt werde ich ganz unverschämt, Brüder und Schwerstern werden, egal welcher Herkunft, Farbe, Religion oder welches Aussehens.
Und dann wäre da noch die Kirche… Was würde wohl die Kirche sagen? Wie würde die Kirche wohl erklären, warum sie Steuern einbezieht?  Jesus war unmissverständlich sauer, als er den Markt vor dem Haus seines Vaters entdeckte. Was würde er zu  Mariazell sagen?!
Jesus war ein Mann der Geduld und Liebe. Er würde viel davon brauchen. Aber letztendlich würde er es schaffen, uns beides zurückzugeben, vor allem die Liebe, die wir so dringend brauchen.
Und nun bin ich bereit, lieber Herr Prof. Marschner, mir vorzustellen, wie es wohl wäre, wenn Jesus zurückkäme:
Ich denke, die Welt wäre eine andere. Ich denke, sie wäre besser. Wir wären ruhiger, zufriedener. Wir würden uns konzentrieren können –  aufs Wesentliche. Wir würden uns trauen unseren Herzen zu folgen und die ganze Welt würde davon profitieren.
Das ist, was ich glaube. Wir haben eine Chance! Und die Hoffnung ist das Letzte, das stirbt.
(Auch wenn es möglicherweise den Anschein erweckt, ich würde unsere Welt nicht als schön empfinden, dann stimmt das nicht. Ganz im Gegenteil: Ich hänge sehr an ihr J)

Sophie