Zusammen:Österreich

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„Sie haben nicht vorgetragen, sondern wirklich mit uns geredet!“ „Ich hab´s mir anfangs anders erwartet, aber es war total cool.“ „Interessant, aus welchen verschiedenen Ländern sie kamen.“ So meinten Schüler/innen der Klassen 5A, 5B und 6B nach dem Besuch von Integrationsbotschafter/innen, die am Freitag, den 8.Jänner 2016 an unserer Schule zu Gast waren. Dies geschah im Rahmen der Aktion ZUSAMMEN:ÖSTERREICH, die von Minister Sebastian Kurz im Jahr 2011 initiiert worden war.

Nach einleitenden Worten von Dir. Reh-Altenaichinger und Prof. Kadan erklärte Michaela Grubmüller vom ÖIF, dem Österreichischen Integrationsfonds, das Konzept der Veranstaltung: Vorurteile gegen Menschen mit Migrationshintergrund abzubauen und Schülerinnen und Schüler, die einen solchen haben, positiv zu motivieren.

So ist die gebürtige Ungarin Beata Neumeier heute Juristin mitsamt Doktortitel und beruflich erfolgreich tätig.

Aleksandra Panić, deren Muttersprache das Serbische ist, zog nach Abschluss des Gymnasiums in Novi Sad nach Wien und studiert derzeit – nach dem Bachelor in Publizistik und Kommunikationswissenschaften – Politikwissenschaft (Master) an der Universität Wien.

Aytunc Bahar erzählte von seinem Aufwachsen in Kufstein/Tirol, von dem, was er selbst während seiner Schulzeit falsch gemacht hat und von seinem spannenden Beruf als Polizist im zehnten Wiener Gemeindebezirk Favoriten.

Johnny K. Palmer, dessen Vater aus Jamaica stammt und die Mutter aus Äthiopien, konnte seine Begeisterung für Musik glaubhaft vermitteln; mittlerweile ist er nicht nur selbst als Sänger aktiv, sondern auch als Produzent, im Bereich des Fernsehens, der Filmmusik und des Eurovision Song Contest. Dass er als in Budapest Geborener fließend Ungarisch spricht, hat seiner Karriere gerade auch in Ungarn Auftrieb verliehen. Er performte am schuleigenen Flügel dann kurz entschlossen einen Song.

Auf die Fragen, die die Schüler/innen im zweiten Teil stellen durften, wurde von Johnny K. Palmer u.a. geantwortet, er habe es selbst so gelernt, auf negative Erfahrungen (wie sie Menschen mit anderer Herkunft und anderer Hautfarbe immer wieder machen) möglichst mit Positivem zu reagieren; seine Mutter habe ihm aber auch immer vemittelt: „Du bist Österreicher“, mit allen Pflichten und Rechten.

Aytunc Bahar brachte seine schulische Situation als einziger Moslem in Kufstein auf den Punkt: eine Lose-Lose-Situation, denn er sei allein gewesen, die anderen hätten ihn um die Freistunde beneidet. Wichtig sei ihm aber immer: Gemeinsames vor Trennendes zu stellen, denn irgend etwas Gemeinsames lasse sich immer finden.

Kein Wunder, dass die Veranstaltung so gut ankam: „Ich hab´s cool gefunden, die haben offen geredet.“ „It was fun!“

Roland Kadan

 

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