World Press Photo 2014

World Press Photo 2014

Am 30. September habe ich mir meiner 6ten Klasse die diesjährige World Press Photo Ausstellung in der Galerie Westlicht angesehen. Die Fotoausstellung zeigt die weltbesten Pressebilder, wobei das diesjährige Siegerbild eine ganz spezielle, traurige Geschichte erzählt. Es ist das Setting des Bildes, das fasziniert, das neugierig macht, das auffordert sich eine Geschichte auszudenken – an der man dann aber scheitert. Machen diese „Typen“ Selfies? Fotografieren sie eine seltene Mondkonstellation oder sind das obskure Sektierer?
Überrascht nehme ich zur Kenntnis, dass hier das Schicksal afrikanischer Flüchtlinge erzählt wird, die auf ihrem Weg nach Europa in Dschibuti Zwischenhalt machen und ihre Handy gen Himmel strecken. um das somalische Funknetz zu orten. „Darauf wäre ich nie gekommen…“, denn hierzulande erstreckt sich die Diskussion um Flüchtlingsschicksale hinter  menschenverachtenden Technizismen wie Quoten, Quartieren und Qualifikationen oder – wenn es ganz schlimm kommt – hinter „Lampedusa“ und „Ceuta“.
In der Ausstellung ist vieles zu sehen, das uns 2013 beschäftigt hat, ich denke an den gruseilg grausamen Drogenkrieg in Mexiko, das Bombenattentat in Boston oder den nicht enden wollenden Krieg in Syrien, anderes – und das ist überraschend – ist weitestgehend unbekannt, wie der Drogenkrieg in El Salvador – ins Bild gesetzt mit verkohlten Kleidungsstücken, die aus einer Benetton Werbekampagne entstammen könnten.

Wer Lust bekommen hat, sich das diesjährige Siegerbild anzusehen, den muss ich auf das nächste Jahr vertrösten, denn die Ausstellung endet am 12. Oktober. Ich beziehungsweise wir werden nächstes Jahr auch dort sein…

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