Manipulation und Kino

Manipulation und Kino

Am 24.10.2018 haben wir, die 7B, mit unserem Geschichtelehrer Herr Prof. Wiesinger und unserem Klassenvorstand Frau Prof. Blasche-Hadek eine Exkursion ins Filmmuseum gemacht. Dort hörten wir einen Vortrag von Peter Huemer über Medienmanipulation und Propaganda in der Zeit vor vor und während des zweiten Weltkrieges.
Der Vortragende zeigte uns Filme und erklärte uns wieso, für wen und von wem die Filme gedreht wurden und was sie bewirken sollten und haben. Damit wir uns historisch orientieren konnten, bekamen wir Hintergrundinformationen wie zum Beispiel wann der Film gedreht wurde und was zu dieser Zeit gerade passiert ist.
Ich würde wirklich empfehlen sich den Vortrag anzuhören, da man auch Filme zu sehen bekommt, von denen die Lehrer in der Schule immer reden. Es wird einem auch wieder bewusst wie ausgeklügelt der Plan Hitlers war und warum die Leute auf ihn hereingefallen sind. Man bekommt auch wieder die Grausamkeit seiner Taten vor Augen geführt, vor allem durch den letzten Film, der Szenen der Rettungen der KZ-Gefangenen zeigt.
Man geht zwar mit einem sehr mulmigen Gefühl und nachdenklich nach Hause, aber nur wenn wir denken und uns bilden, können wir verhindern, dass auch wir von den Medien manipuliert werden.

Am Mittwoch, den 24.10.2018, besuchten wir im Rahmen des Geschichteunterrichts das Österreichische Filmmuseum. Der Vortrag handelte von der Propaganda zu Zeiten des Nationalsozialismus, wobei der Schwerpunkt auf dem Medium Film lag. Damals musste man sich im Kino die Wochenschau der NSDAP anschauen, um anschließend einen Spielfilm sehen zu können. Der Vortragende Peter Huemer, Historiker und Journalist, hatte sich eingehend mit dem Thema befasst und gibt sich daher größte Mühe es der heutigen Jugend näher zu bringen. Er erklärte uns zuerst die historischen Zusammenhänge über die Filmabschnitte, die wir danach sahen, und analysierte diese anschließend. Die Filme wurden zunehmend schrecklicher. Es fing an mit „Triumph des Willens“, in dem Leni Riefenstahl, allein durch hervorragender Kameraführung, Adolf Hitler gottesgleich und dennoch volksnah darstellen konnte, ging über zum Vergleich von einer ekelhaften Rattenpest mit dem Judentum, bis hin zu den schockierenden Bildern der bis auf die Knochen abgemagerten KZ-Häftlinge und Leichenberge, welche das amerikanische Militär bei der Befreiung vorfand. Herr Huemer zitierte zudem Jean-Paul Satre, der 1946 gemeint hatte der Anitsemitismus sei keine Denkweise, sondern eine Leidenschaft und gäbe es keine Juden, würde sie der Antisemit erfinden. Bei der Nachbesprechung im Unterricht erkannten wir, dass die Nationalsozialisten durchaus das Judentum als Rasse neu definierten, man könne im Blut feststellen, ob diese „Menschen“, vielmehr die „Schmarotzer, die wie Ratten die Gesellschaft unterwandern“, getötet werden dürfen, oder nicht. Am Ende wurden wir, die Jugend, dazu aufgefordert uns unsere eigene Meinung zu bilden und uns dafür stark zu machen. Denn nur so kann sich unsere Welt zum Besseren wenden.

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